FOENIX AWAKENING

STORRYTELLING, MYTHOS, ARCHETYP

Erzählungen sind tief in die menschliche Kultur eingeschrieben und helfen Phänomene einzuordnen und Ereignisse zu erinnern. Deshalb wird das Ziel des Projektes – Erzählungen zu schaffen, Inklusion und Teilhabe zu ermöglichen, soziale Beziehungen gestalten – am besten über eine Geschichte und ihren Helden transportiert.

Die Plattform baut dabei auf die Generierung einer starken emotionalen Bindung der Teilnehmer an das Projekt und das Entwickeln eines Gemeinschaftsgefühls / Verbundenheit der Teilnehmer untereinander. Das Logo generiert dabei die Story, gibt Auskunft über Herkunft, Mythen und Legenden und dient als Identifikationsfigur. Anders als Erzählformen wie Sage, Legende, Fabel oder Märchen gilt der Mythos heute zumeist als eine im Kern wahre und Sinn stiftende Erzählung, die eine spezifische Weise des ganzheitlichen Welterkennens zum Ausdruck bringt. Unser Projekt erwählt sich dafür den Foenix als Archetypen und dessen psychische Strukturdominanten, die als unbewusste Wirkfaktoren das menschliche Verhalten und das Bewusstsein beeinflussen. Einige Archetypen entsprechen Ur-Erfahrungen der Menschheit wie z.B. weiblich/männlich, Geburt, Kindheit, Pubertät, Wandlung und Tod.

FOENIX AWAKENING kreiert eine Identifikationsfigur und versieht sie mit Eigenschaften und Erlebnissen, macht ihn lebendig. Es ist als interaktives Spiel mit einem steuerbaren und beweglichen Modell des FOENIX, ausgestattet mit einem Videobeamer und für den öffentlichen Raum konzipiert.

FOENIX

Der Fogel Foenix

Der hässliche Vogel ist lebendig und sympathisch.

Er hat viel erlebt.

Er ist misstrauisch.

Der Vogel ist nicht perfekt.

Er ist eine Identifikationsfigur.

Der Vogel ist frei.

Der Vogel ist gefangen.

Der Vogel ist Kunst.

Ich erkenne mich und mein Wesen darin.

Ich trage ihn mit mir herum.

Ich möchte mich nicht von ihm       trennen.

Ich brauche ihn.

Er wird in Flammen aufgehen.

Es wird etwas neues entstehen.


 

     SIEBEN AUS NEUNUNDVIERZIG 49 Zahlenfelder werden dafür von Gestaltern/ Gestalterteams mit Inhalten gefüllt. Quell sind dabei Einmaligkeiten, Details, subjektive Eindrücke und ganz individuelle Sichten und Erfahrungen aus dem Lebenswelten zahlreicher Teilnehmer. Wir werfen Schlaglichter auf individuelle Lebenswelten. Diese werden damit gleichzeitig Teil eines kreativen Ensembles. Die Sammlung von Einmaligkeiten erlaubt viel-perspektivische Einsichten. Eine komplexe Welt wird sichtbar. Vom Spieler werden über eine Tastatur nach dem Lottoprinzip 7 Glückszahlen gewählt, die den FOENIX ganz individuell über einen Videostream lebendig werden lassen und erwecken.

JEDER MENSCH IST EIN KÜNSTLER

Das Projekt nimmt sich Joseph Beuys These als Ausgangspunkt für die Gestaltung einer kreativen Plattform. Es geht dabei um ein ästhetisches Konzept, dass das Leben selbst als ein kreatives Werk auffasst, an dem jeder einzelne Mensch mitwirkt. Die These ist Ausdruck für den Versuch uns einem Kunstbegriff zu nähern, der den notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen entsprechen könnte und zur notwendigen Veränderung in der Gesellschaft beitragen kann. In diesem Zusammenhang entwarf Beuys seinen Begriff von der „sozialen Plastik“, der das Wirkungsfeld der Kunst auf alle menschlichen Tätigkeitsbereiche, besonders aber Gesellschaft, Kultur, Politik und Ökologie, ausdehnte. Die Sammlung von Einmaligkeiten ist dabei unser Weg, mit dem wir einen komplexen Zugang zur Welt schaffen wollen: THE SOCIAL ORGANISM IS A WORK OF ART.