FOENIX ARRIVE

Angelika Hart_Foenix Arrive

FOENIX ARRIVE ist ein als Stadtspaziergang konzipierter Videoclip aus dem Konzept METADATA – EINE STADT SUCHT IHREN MYTHOS. Er bildet den Auftakt bei der Projektentfaltung und bindet verschiedene soziale Gruppen mit ihren Lebensräumen in das Projekt ein. Als Corporate Identity des Projektes  wird FOENIX  in den urbanen Raum geführt.

FOENIX ARRIVE – SYNOPSIS

DIE STADT

Heilbronn auf eine überraschende Weise wahrnehmen, und ihre Einwohner. Mit dem Filmgenre Western ließe sich Heilbronn durchaus beschreiben. Der Bau der Stadtbahn liefert ein Motiv, dass sich mit der Erschließung Amerikas durch die Eisenbahngesellschaften verbinden lässt. Goldsucher, Migranten, Sheriffs, die hart arbeitenden Bürger, Banken, Rotlicht, Banden, Säufer, Engel gleiche Frauen, alles da. ( Deadwood )

BARRIEREN, GATED COMMUNITIES

Barrieren und abgeschlossene Lebenswelten sind in unserem Alltag so präsent, dass wir sie nicht mehr ohne weiteres wahrnehmen. Soziale Isolation und Zugangsbeschränkungen erscheinen auf der ökonomischen und soziologischen Ebene, grenzen darüber hinaus zum Beispiel vielfältig Altersgruppen ein oder aus, ethnische Gruppen ein oder aus, Kinder, Männer, Frauen ein oder aus. Werfen wir einen Blick darauf.

BILDSPRACHE

im Bild sehen wir Insel gleiche Lebensräume, es existiert ein Nebeneinander, Wege sind versperrt, wir gehen über Dinge hinweg, Blick auf die andere Seite des Neckars, Zäune, Mauern. Wir sehen Menschen in abgezäunten Lebenswelten. Die Communities erscheinen als isolierte Gemeinschaft, aber mit dem Lichtblick des Aufbrechens – suche den Fehler, wer passt da nicht rein?

ENSEMBLE

Viele, wenn nicht gar alle, die Lust haben einen Film zu machen, können auf die eine oder andere Weise dabei sein. Die einzelnen Szenen bieten Tableaus für Ensembles, in denen das zu tun ist, was sonst auch ansteht. An Ampeln warten. Rum hängen und mit einem Smartphone hantieren. Auf einem Platz Fußball spielen. Auf Decken sitzen und essen. Neugierig gucken. Dann brauchen wir auch Menschen die hinter der Kamera mit der Technik werkeln. Oder organisieren. Oder sich ums Catering kümmern. Eine Option: die Fremde sollte ein Profi sein, denn sie müsste ohne Worte die Geschichte der Figur lesbar machen können.

SPIELTEAMS

Die Spielteams sind als Mitglieder einer Communitie erkennbar, haben aber immer eine Person unter sich, die dazugehört obwohl sie aus der Art schlägt.

Gang: 5-7 Mitglieder, bunt gemischt, Rollstuhlfahrer

Tretboot: 7-9 Personen, fröhlich, bunt gemischt

Radfahrer: 12 Personen und mehr, Equipment, Profibiker, Student, Kinder, Stadtfahrrad

Käthchen: 3, die schönsten Mädchen der Stadt, eines mit Handicap

Bolzplatz: 20 Jugendliche und Kinder, Mädchen, ein 9 jähriges Kind

Smartphonemädchen: mindestens 5 – 20, viele Haare und Fingernägel, Beine und Schuhe

Strickende Omas

Skater u.a.

DIE ERÖFFNUNGSSZENE

Das Setting verweist auf die Anfangsszene aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ und wird wie im Original stilistisch im Verlauf des Films nicht weiter gesponnen. Cool und lakonisch konfrontieren sich die Figuren mit ihren Handicaps. Sie binden den Zuschauer an die folgenden Minuten. Die Fingertattoos LIFE und DEAD verweisen in ihrer Abwandlung auf  „ Hunter in the Night“ ( LOVE-HATE ) und beziehen sich als Kommentar auf unser eigenes Dasein so wie auf unseren Foenix.

DIE GANG

Gelebte Inklusion, alle sind anders und alle machen mit. Was dem einen an Grips fehlt, mag er mit Empathie wieder wettmachen. Die starke Hand ersetzt die fehlenden Beine. Cooles Gebaren wird mit Wasser gelöscht. Und einer hat immer Geld für eine Fluppe. Wenn wirklich etwas aufregendes passiert, sind sich alle einig. So auch jetzt.

DIE ANKOMMENDE

Aus einer anderen Welt. Womöglich Stadtverbot, eine Person, die sich auf vermintem Gebiet aufhält. Beobachterin. Sie wahrt Abstand und ist furchtlos. Was sie zu sagen hat wird gesagt werden, wer verstehen will, wird da sein.

UNTERSTRÖMUNG

Eine Einspülung aus dem Fluss der Zeit. Die Wahrnehmung verlangsamt sich, wird genauer, fokussiert. Erinnerungen tauchen aus der Vergangenheit an die Oberfläche des Bewusstseins. Kindheit. Sie war ein Kind, wir ahnen: hier! Mehr noch, sie war Käthchen, eines der vielen, ausgetauscht, ersetzt. Vorbei…vorbei. Auch anderes taucht aus dem Fluss der Zeit, die Geschichte der Stadt hat ihre Spuren hinterlassen. Auf dem Pflaster, in Stein gehauen, abgerissene Monumente des Lebens. Sie verknüpfen sich mit dem lebendigen Straßenbild und lassen spüren, dass es eine Vergangenheit gibt, die in unser heutiges Leben hineinwirkt.

FOENIX

Leitfigur des Projektes, Corporate Identity, das Projekt soll sich unter seiner Präsens entfalten.

MUSIK

Paper Dreams“ von Flamenco Thief, ein von der Gitarre besessener britischer Postbote den ich im Frühjahr 2014 in einem Konzert erlebte, in Heilbronn. Ein Impuls direkt aus dem Underground der Stadt. Lustig: unser Fönix auf Steckbrief – PAPERDREAMS?